Der Goloring
3.5 km nordwestlich von
Kobern-Gondorf liegt innerhalb der Ortsgemarkung in unmittelbarer Nähe zur
Autobahn 48 ein Henge-Denkmal das ein Vergleich mit
den in England befindlichen Ringanlagen Stonehenge ( http://de.wikipedia.org/wiki/Stonehenge) und Woodhenge nicht
scheuen muss. Der Goloring stammt vermutlich aus der
Zeit der Urnenfelderkultur (1200 - 800 v.u.Z.), für die im Raum Mitteleuropa
ein weit verbreiteter Sonnenkult angenommen wird (http://www.archaeologie-koblenz.de).
Die Urnenfelderkultur geht in die (frühkeltische) Hallstattzeit über (hier:
Hallstatt C / Laufelder Gruppe). Dieser Ringwall "im Volksmund als Goloring bezeichnet" ist nahezu kreisrund. Sein
Innendurchmesser beträgt circa 175 m. Mit außen liegendem Wall beträgt der
Gesamtdurchmesser circa 190 m. Die Mitte dieser Anlage bildete ein etwa
50cm dicker und 8 - 12m hoher Holzstamm der auf einem etwas
höher gelegenem Plateau stand. 1940 hat der Archäologe Josef Röder
erste Ausgrabungen und genaue archäologische Untersuchungen durchgeführt. Nach
Kriegsende führte er diese Arbeiten fort und beendete sie 1948 (Bonner
Jahrbücher). Wie bei den Henge-Typen auf der
britischen Insel befinden sich auch rund um den Goloring
verschiedene Gräberfelder mit den so genannten Hügelgräbern. Die Größe der
Anlage sowie die Parallelen zu Stonehenge 1 (älteste
Anlage von Stonehenge mit den so genannten
Aubry-Löcher) lassen vermuten das der Goloring zur
Bestimmung der Sommersonnenwende und zur Vorhersage von Finsternissen benutzt
wurde. An dieser Kultstätte trafen sich wahrscheinlich Druiden (keltische
Priester und Gelehrte). Der Goloring befand sich
lange Zeit in einem von der Bundeswehr nicht mehr benutzten militärischen
Gelände, welches als Quarantänestation für Hunde benutzt wurde. Diesem
besonderen Umstand verdankt die Anlage ihren hervorragenden Zustand. Am
7.Juni wurde das Gelände und somit auch das keltische Heiligtum von der
Bundesvermögensverwaltung an den Landkreis Mayen-Koblenz übergeben. Laut Dr.
Axel von Berg vom Landesamt für archäologische Denkmalpflege Rheinland-Pfalz
wird es noch einige Jahre dauern bis genaueres über die ehemalige Nutzung des Golorings durch die Kelten vorliegt. Bis das Geheimnis
gelüftet ist lassen sich nur Vermutungen anstellen. Kannten die Betreiber des Golorings (Druiden) die Zusammenhänge der Himmelsmechanik?
Kannten Sie die Anlage in Stonhenge? Kannten Sie die
Knotenpunkte der Mond- und Sonnenbahn? War Ihnen die Bewegung der Kreuzungspunke innerhalb von 18.61 Jahren durch den
Tierkreis bekannt? Lassen sich am Goloring
Vorkehrungen (ähnlich den Aubry-Löcher in Stonehenge,
oder Peilstäbe, Peilsteine) zur Bestimmung von Finsternissen finden, etwa an
der inneren Grabenkante? Warum liegt der Goloring
genau an dieser geografischen Stelle? Bemerkenswert an der letzen
Frage ist der Umstand das sich über dem Goloring bei
schlechtem Wetter häufig eine beobachtbare kreisrunde Wolkenlücke bildet die
den Blick zum Sternenhimmel frei gibt. Der Mayener
Meteorologe Dr. Zäck erbrachte außerdem den Nachweis,
dass der Goloring nicht nur eine Kultstätte, sondern
auch noch als Sonnenuhr für eine exakte Zeitmessung gedient hat.
Die nächste Besichtigung findet am 19.06 2011 14.00 Uhr statt.
Nähere Informationen erhalten Sie unter folgender Telefonnummer.0175/2823072