Goloring

17.01.10

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Goloring

 

3.5 km nordwestlich von Kobern-Gondorf liegt innerhalb der Ortsgemarkung in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 48 ein Henge-Denkmal das ein Vergleich mit den in England befindlichen Ringanlagen Stonehenge  http://www.novae.ch/stonehenge/stonehenge.htm und Woodhenge nicht scheuen muss. Der Goloring stammt vermutlich aus der Zeit der Urnenfelderkultur (1200 - 800 v.u.Z.), für die im Raum Mitteleuropa ein weit verbreiteter Sonnenkult angenommen wird (von Berg). Die Urnenfelderkultur geht in die (frühkeltische) Hallstattzeit über (hier: Hallstatt C / Laufelder Gruppe). Dieser Ringwall  "im Volksmund als Goloring bezeichnet" ist nahezu kreisrund. Sein Innendurchmesser beträgt circa 175 m. Mit außen liegendem Wall beträgt der Gesamtdurchmesser circa 190 m. Die Mitte dieser Anlage bildete ein etwa 50cm dicker und 8 - 12m hoher Holzstamm der auf einem etwas höher gelegenem Plateau stand. 1940 hat der Archäologe Josef Röder erste Ausgrabungen und genaue archäologische Untersuchungen durchgeführt. Nach Kriegsende führte er diese Arbeiten fort und beendete sie 1948 (Bonner Jahrbücher). Wie bei den Henge-Typen auf der britischen Insel befinden sich auch rund um den Goloring verschiedene Gräberfelder mit den so genannten Hügelgräbern. Die Größe der Anlage sowie die Parallelen zu Stonehenge 1 (älteste Anlage von Stonehenge mit den so genannten Aubry-Löcher) lassen vermuten das der Goloring zur Bestimmung der Sommersonnenwende und zur Vorhersage von Finsternissen benutzt wurde. An dieser Kultstätte trafen sich wahrscheinlich Druiden (keltische Priester und Gelehrte). Der Goloring befand sich lange Zeit in einem von der Bundeswehr nicht mehr benutzten militärischen Gelände, welches als Quarantänestation für Hunde benutzt wurde. Diesem besonderen Umstand verdankt die Anlage ihren hervorragenden Zustand. Am 7.Juni wurde das Gelände und somit auch das keltische Heiligtum von der Bundesvermögensverwaltung an den Landkreis Mayen-Koblenz übergeben. Laut Dr. Axel von Berg vom Landesamt für archäologische Denkmalpflege Rheinland-Pfalz wird es noch einige Jahre dauern bis genaueres über die ehemalige Nutzung des Golorings durch die Kelten vorliegt. Bis das Geheimnis gelüftet ist lassen sich nur Vermutungen anstellen. Kannten die Betreiber des Golorings (Druiden) die Zusammenhänge der Himmelsmechanik? Kannten Sie die Anlage in Stonhenge? Kannten Sie die Knotenpunkte der Mond- und Sonnenbahn? War Ihnen die Bewegung der Kreuzungspunke innerhalb von 18.61 Jahren durch den Tierkreis bekannt? Lassen sich  am Goloring Vorkehrungen (ähnlich den Aubry-Löcher  in Stonehenge, oder Peilstäbe, Peilsteine) zur Bestimmung von Finsternissen finden, etwa an der inneren Grabenkante? Warum liegt der Goloring genau an dieser geografischen Stelle? Bemerkenswert an der letzen Frage ist der Umstand das sich über dem Goloring bei schlechtem Wetter häufig eine beobachtbare kreisrunde Wolkenlücke bildet die den Blick zum Sternenhimmel frei gibt. Der Mayener Meteorologe Dr. Zäck erbrachte außerdem den Nachweis, dass der Goloring nicht nur eine Kultstätte, sondern auch noch als Sonnenuhr für eine exakte Zeitmessung gedient hat.

Die nächste Besichtigung findet am 20.06 2010 um 14.00 Uhr statt.

Nähere Informationen erhalten Sie unter folgender Telefonnummer.

0175/2823072

Meine Fotosammlung vom Goloring

Goloring 1  Goloring 2  Goloring 3 

Goloring 4  Goloring 5  Goloring  6

 

 

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Stand: 11.01.10